Pyrenäen 2022; Tag 5

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5. Tag; So 10. Juli Biert - Portbou

 311km

  
Bereits am Tag 3 gehen mit die Superlative aus. Auch heute war wieder ein Wow Tag, wir haben ihn gerade zum Wedel Tag erklärt.

Früh konnten wir bis nach Sieben schlafen, was nach dem gestirgen Abendessen incl. gutem Rotwein auch gut war. Nach der Abfahrt gegen 8:40 Uhr hatten wir etwa 2 km Zeit uns warm zu fahren, bevor es in die Anfahrt zum ersten Pass ging. Die Anfahrt zum Col de Port war dahingehend etwas tricky, dass die Morgensonne super von vorn blendete und dies natürlich bei der Kurvenhatz nicht unbedingt förderlich ist.
 
  
Den Col de Marmare erreichten wir folgend über recht kleine Straßen, die aber trotzdem eine fröhliche Wedelei zu ließen. Auf dem Pass hatten wir auch wieder ein Schild für die Route des Cols, die uns schon seit gestern immer mal wieder begleitet. Scheinbar sind wir mit den von uns gefahrenen Pässen auf dieser Route unterwegs.
  
 
 
Bissl wedeln talwärts, bissl wedeln bergwärts, und schon waren wir auf dem nächsten Pass.
 
 
Der vierte Pass des Tages gönnte uns dann eine Abwechslung. Direkt am Passschild standen einige Pferde, die für die obligatorischen Fotos posierten. Wir haben uns ziemlich geärgert, dass wir kein Mohrrüben-Trinkgeld dabei hatten.
 
 
 
Ein Blick auf die Abfahrt ließ unser Herz gleich mal etwas höher schlagen. Juhu sahen die Kurven schön aus. Und sie sahen nciht nur schön aus, es war eine Wonne hier herunter zu fahren.
 
 
 
 
Im Tal angekommen führte uns Heikos Uschi (das Navi) in eine kleine Seitenstraße. Wir haben den Versuch aber bald abgebrochen und sind wieder zurück zur Hauptstraße.
 
 
Im nächsten Ort haben wir einen kleinen Shopping Stopp eingelegt. Colea und Wasser mussten aufgefüllt werden, denn das Thermometer war inzwischen knapp vor der  30 Grad Marke.
 
 
Nun wurde es deutlich wedliger. Die Straße war flüssiger zu fahren, Kehren hielten sich komplett zurück und die lang gezogenen Kurven waren bei tollem Asphalt top zu fahren.
Direkt an einem Kreisverkehr lauerte dann noch ein Pass, der Col de la Quillan.
 
 
Danach kam etwas für uns total überraschendes, ein gerades Stück Straße. Wir haben es auf Grund der tollen Aussicht schadlos überstanden, aber all zu oft doarf sowas nicht passieren.
 
 
Beim nächsten Bild fragt mich bitte nicht, was das ist und wo es steht. Es hat mir einfach gefallen und deshlab habe ich es geknipst.
 
 
Jetzt kamen wir in den Teil der heutigen Etappe, der dem Thema alle Ehre gemacht hat. Bei bestem Belag und breiten Straßen konnten wir uns durch die verschiedenen Landschaften wedeln. Erst entlang eine Flusses, da waren wir so im Rausch, dass wir kein Foto gemacht haben. Und als Krönung kamen wir folgend auf die N116, die uns in Richtung Tal führte. Hier gab es sogar noch schöne Ausblicke auf eine Bahnstrecke inklusive schicker Brücke.
 
 
 
 
Immer wieder mal passierten wir natürlich auch Ortschaften. Meist sind die eng ins Tal gebaut oder an die Hänge geklebt.
 
 
Dass wir uns inzwischen dem Mittelmeer näherten, merkte man schon an der Höhe der Pässe. Der sechste Pass des Tages hatte immerhin noch 233m über Meereshöhe.
 
 
Aber Heiko wäre nicht er, wenn da nicht noch ein kleiner haken kommen würde. Dieser kam in Form einer kleinen schmalen Berstraße, die uns noch über zwei weitere Pässe führen sollte.
Inzwischen hatte das Thermometer den Bereich von 35 Grad erklettert, weshalb Heiko sich beim Foto der Straße sogar weigerte, hinter dem Baum vor zu kommen. Warum? Weil er dort gerade im Schatten stand.
 
 
 
Der vorletzte Col des Tages war der Col Fourtou, an dem wir eine etwas längere Pause mit Imbiss (Minisalami und Müsli Riegel) und vor allem erfrischenden Getränken einlegten.
 
 
 
 
Nach der Pause fuhren wir so zügig wie möglich in Richtung Mittelmeer, denn die hohen Temperaturen schlauchten schon etwas. Plötzlich wurde uns doch noch ein Helt aufgezwungen, denn ein Pass stand einfach so im Weg herum. Dies war unser achter des Tages und auch der letzte für heute.
 
 
Irgenwo zwischendurch mussten wir an einer schmalen Brücke noch an einer roten Ampel stehen bleiben. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie toll das ist, bei etwa 35 Grad zu warten, dass dieses bl... Ding endlcih auf grün springt.
 
 
Einige Kilometer und áuch langgezogenen Kurven auf einer Schnellstraße später und ereichten wir das Mittelmeer. Erst mal aber nur zum gucken, denn ein bissl Strecke lag noch vor uns.
 
 
Irgendwo an der Küste war eine kleines Volksfest in Gange, wo auch eine Darbietung der Menschentürme gezcigt wurde. Wir haben es gerade noch geschafft, ein Foto beim Abbau zu machen.
 
 
Die folgenden etwa 20 Kilometer boten noch mal Fahrvergnügen vom Feinsten. Eine breit ausgebaute Küstenstraße mit Kurven ohne Ende sorgte dafür, dass wir die Hitze vergaßen. Auf dieser Strecke überquerten wir auch wieder mal die Grenze von Frankreich nach Spanien. Kurz danach waren wir in Portbou, wo uns Heiko dicht am Strand ein Hotel gebucht hat. Spannend war die Einfahrt in den Parkplatz, denn mit den Moppes sollten wir auf den Hinterhof, direkt neben die frisch gewaschene Bettwäsche.
 
 
 
Im Hotel haben wir nur unser Geraffel aufs Zimmer gebracht und sind dann gleich runter an den Strand. Dort haben wir uns in der nächsten Stunde im angenehm kühlen Wasser erfrischt.
Da wo es auf dem Foto gerade Platsch macht, war eigentlich Heiko.
 
 
 
 
Zu Abend speisten wir in einer kleinen regionalen Gaststätte, wo wir mit sehr leckerem und sogar nch preiswerten Essen verwöhnt wurden.
 
 
 
So gestärkt konnten wir die abendlichen Pflichten erfüllen, Heiko die Route für morgen finalisieren, ich den Reisebericht eintippen.
 
 
Morgen müssen wir leider das Mittelmeer schon wieder verlassen und fahren in die Berge, nach Andorra. Hoffentlich wird es da etwas kühler.
Übrigens haben wir nach drei Tagen bereits 1.022 Kilometer genossen. Davon waren geschätzt 37,685 km auf geraden Straßen.

Zum Abschluss des Tages noch ein kleiner Blumengruß an unsere lieben Frauen Jaqueline und Ramona.
 
 
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