Korsika 2026; Tag 5

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5. Tag; Mo 08. Juni Korsika,  Rennstrecke D71 - San Lorenzo - Vivario

264 km

 
Wie es sich gehört begann auch der zweite Insel Tag mit einem deftigen Frühstück. Wobei ich das Augenmerk bitte auf die Vitamin Komponente im Vordergrund gerichtet haben möchte. Wie zu erwarten habe ich mich daran nicht beteiligt, Wurst und Rührei waren ausrichend.
 
 
 
Schon 8:30 Uhr waren wir fertig zur Abfahrt. Das obligatorische Gruppenfoto haben wir schon heute erledigt, denn wer weiß wie tragbar die Shirts in den nächsten Tagen noch sind.
 
 
Der erste Part der Tour war etwas nervig und anstrengend. Nicht wegen Belastung, sondern wegen Eintönigkeit. Wir nutzten tatsächlich eine der wenigen Straßen, die geradeaus gebaut wurden.
 
 
Nach etwa 20 km kamen dann endlich die ersehnten Kurven. Und da mussten wir tatsächlich gleich eine Pause einlegen. Auslöser war der Morgenkaffee, der mal wieder in die Natur wollte.
 
 
 
Mit freiem Blick auf eines der vielen Bergdörfer pull...  es sich gleich noch viel besser.
 
 
Auf unserer geplanten Straße D71 erwartete uns eine traumhafte Fahrt an den Bergflanken. Gestört wurde die Fahrt nur durch Kuhfladen, Sandablagerungen und durchaus auch mal Reisegruppen in Ziegenform. Davon ließen wir uns aber nicht beeindrucken, sonder fuhren einfach mittten durch.
 
 
 
Immer wieder schön waren die Fahrten durch die schicken Bergdörfer. Einerseits behindern sie unseren Vorwärtsdrang, aber meist sehen sie schick aus und es ist auch mnal erholsam, ein kleines Stück mit 30 zu fahren.
 
 
Eine kleine Wartungspause mussten wir auch einlgen, denn Marus Mopped wollte permanent am Gas bleiben. Gas wegnehmen Fehlanzeige. Schnell war der Fehler gefunden und es konnte weiter gehen.
 
 
 
Auf dem nächsten Stück der Tour kamen wir an der Ruine des Konvent Orezza vorberi. Ich als Dokumentator habe kurz angehalten, die Gruppe wie zu erwarten mit Schwung vorbei gedüst. Ist eine Ruine eine Kurve? Nein - also weiter.
Eine Gruppe anderer Biker sagten nur, keine Sorge, die warten schon irgendwo. So ist es auch, das klappt immer.
 
    
 
Die Anfahrt auf Ponte Leccia war wieder mal ein Rausch. Super Belag, schön geschwungene Kurven und das Ganze in einer tollen Landschaft.
 
 
 
Im Ort angekommen steuerten wir erst eine tanke an und dann eine Gaststätte. Denn die verbrauchte Energie musste wieder zugeführt werden.
Mit Fisch & Ships, französischem Nudelauflauf und einem Softeis wurde unser Energiebedarf gedeckt.
Und wie nicht anders zu erwarten gab es auch Cappu und Espresso.
 
 
 
 
Wieder unterwegs auf guten, aber schmalen Straßen, kam mir eine Madonna ins Blickfeld. Auch wenn ich nicht gläubig bin habe ich kurz angehalten und einen Schutzaschirm für unsere Zeit auf Korsika erbeten. Sie hat definitiv nicht nein gesagt, müsste also passen.
 
 
Im nächsten Abschnitt hat Erny versucht, unser abendbrot zu orgenisieren. Eine anfängliche Zutraulichkeit des Schweinchens wechselte schnell in Ablehnung. Vermutlich hat es mitbekommen, auf welche Weise es sich underer Gruppe anschließen sollte.
Gut fan ich in dem Zusammenhang den Kommentar von Ernys Frau Suanne.
"Kill it, I will grill it!"
 
 
Im Laufe unserer heutigen Tour sind wir auch über einige Pässe gefahren. Meist sind selbige aber so unscheinbar - oder wir im Kurvenrausch - dass wir keinen Halt einfügen. Auch im hier abgelichteten Pass fuhren wir einfach nur durch.
 
 
 
Dies aber nur, um an der nächsten Kehre eine Pause einzulegen. Begründung dafür war der hier üppig vorhandene Schatten, der jetzt am Nachmittag Gold wert war.
 
 
 
 
Heiko präsentierte uns seine Risikobereitschaft, um  das einmalige Foto abzulichten. Was er fotografiert hat, entzieht sich meiner kenntnis, aber es war sicher toll.
 
 
Auf der weiteren Tour kamen wir an eine langgestreckte kurve, wo wir die Weiterführung der Straße von oben sehen konnten. Ich angehalten, Smartphone aus der Tasche gek´ramt und schnell Foto gemacht. Und tatsächlich habe ich es noch geschafft, Christian auf die Karte zu bannen.
 
 
 
Unser nächster Wegpunkt war der Col de Sorba.
 
 
Eine Auffahrt vom allerfeinsten, mit toller breiter Straße, super griffigem Belag und Ausblick ohne Ende. Wobei man den Ausblick gar nicht genießen konnte, denn Konzentration war hier extrem wichtig.
 
 
 
In dieser Kehre, die wir hoch zu fuhren, habe ich mich zB etwas vertan. Wäre zu diesem zeitpunkt Gegenverkehr gewesen, hätte ich in die Eisen gehen müssen. Da aber nix kam, konnte ich die ganze Straße nutzen und alles war gut.
 
 
Oben am Pass haben wir eine weitere Pause eingelegt, denn inzwischen waren alle recht groggy. Und für die letzte Talfahrt mussten die Sinne und die Handgelenke noch mal vorbereitet werden.
 
 
Durch eine recht enge Schlucht mit super Randabsicherungen düsten wir runter nach Ghisonniaca.
 
 
 
Ein kurzer Einkauf am Supermarkt, dann erreichten wir endlich unser Haus
Kaum raus aus den Kombis stand das erste gut gekühlte Bier bereit.
 
 
Die nächste Stunde alberten wir am Pool wie die Teenys herum. Getreu dem Motto: "Doch wehe wenn sie losgelassen."
 
 
 
 
Sogar unser Haus- und Hofhund Corti spielte fleißig mit uns am Pool.
 
 
Nach ausgiebiger Tollerei wurde unser Abendessen zubereitet.
In Teamarbeit wurden Spaghetti gekocht, Bolognese Soße zubereitet und das Ganze dann der Gruppe kredenzt.
 
 
 
    

Obwohl es erst so aussah, dass wir noch ein paar Gäste hätten einladen können, wurde alle aufgefuttert.

Ok, ich gebe zu, bei mir zu Hause wäre jetzt die Zeit für einen Kräuterschnaps gewessen. Aber das zeigt nur, wie lecker es war.
 

Den Rest des Abends werden wir noch bei einem oder zwei Buer verbringen, bevor wir recht zeitig ins Bett verschwinden.
Denn morgen geht es nach Bonifacio an den Südzipfel von Korsika. Und das wird eine lange Tour.
 
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