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Süditalien 2026; Tag 2

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2. Tag; Fr 19. Juni Neapel

25 km

 
Nach etwas über 10 Std. Schlaf erwachten wir kurz vor Sieben sehr ausgeschlafen. Der Blick aus dem Fenster zeigte blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Kurz haben wir das Fenster geöffnet und die Luft war echt angeneh. Etwa 20 nach Sieben sind wir zum Frühstück, nur eine Familie war zu dieser Zeit dort. So hatten wir unsere Ruhe auf der Terasse und konnten den Ausblick und das Frühstück genießen.
  
 
 
Unser heutiges Ziel hieß Neapel. Mit dem Auto sind wir über die Stadtstraßen rein nach Neapel. Nach der Fahrt bin ich mir nicht gaz sicher, ob Thailand oder Neapel schlimmer zu fahren sind.
Für Neapel gibt es einfache Regeln. Schilder sind Makulatur, mach alle 8 Augen auf und immer fleißig hupen und auf die verrückten, teilweise chaotischen Moppedfahrer gucken.
Was ich aber bisher noch nie gesehen habe, war ein motorgetriebener Rollifahrer, der mit bestimmt 30 km/h im Verkehr mitfuhr. Goil
 
 
 
Unser Parkhaus Brin erreichten wir ohne Probleme. In Ebene 5 fanden wir auch eine freie Lücke, wo unser Auto gut rein passte. Mit großem Kombi sollte man hier aber nicht ankommen.
Aus dem Parkhaus raus erwartete uns eine eher unschöne Gegend, aber das hatte ich im Internet schon gelesen. Herumliegender Müll, mietfreie Wohnungen für Obdachlose, überquellende Mülltonnen mit Sitzgelegenheit dabei, war schon eine skurrile Gegend. Aber in keinem Moment haben wir uns unsicher gefühlt.
 
 
 
Noch vor dem Hauptbahnhof gab es wie mit dem Linieal gezogen einen Wandel, ab da war es sauber und aufgeräumt. Der Platz vor dem bahnhof ist schön gestaltet, wie ein kleiner Park mit vielen Sitz- und Spielgelegenheiten.
 
 
 
An der Porta Capuana vorbei, einem antiken Stadttor von Neapel, liefen wir weiter in Richtung Altstadt.
 
 
Bald erreichten wir die ersten Gassen und durchaus gemütlichen Plätze.
 
 
 
Bald wurden wir aber von der Fülle der Geschäfte, Auslagen, Dekos und der Architektur erschlagen.
Dazu kam, dass in diesen engen und ab Mittag überfüllten Straßen auch Autos und Moppeds fahren. Langsam? Vergiss es!
 
   
 
Auch einige Kulturpunkte haben wir gesammelt. Neben der Kathedrale von Neapel waren wir noch in zwei anderen Kirchen, wobei die Aufenthaltsdauer nie besonders lang war.
 
 
   
 
An einem kleinen Platz führte ein Stilleben fast dazu, dass wir unseren Rundgang unterbrechen. Aber es war doch noch zu früh für derartige Genüsse, also weiter.
 
 
In der Straße der Krippenbauer brauchten wir etwas länger, denn hier gab es extrem viel zu sehen. Sogar Vollhonks waren vertreten.
 
 
 
 
 
Nun war aber dringend ein belebendes Getränk fällig.
Der doppelte Espresso hatte einen Preis, dafür bekmmen ich woanders zwei davon, aber das dazu gereichte Wasser nahm Ramona dankend an.
 
 
Durch Zufall erblickten wir einen Wegweiser zur Kirche Santa Luciella. Diese kleine Kirche wurde durch das Erdbeeben 1980 zerstört und geschlossen. In der Folge verwahrloste sie total, diente zeitweise als Müllplatz.
Erst 2019 wurde sie durch einen privaten Verein wieder zugänglich. Hier buchten wir eine kurze Führung von nur 30 Minuten und schauten uns die Kirche an.
 
   
 
Im Keller gab es eine Art Friedhof, auf dem nur bestimmte Personen der zugehörigen Bruderschaft beigesetzt wurden.
Die Beisetzung bestand aus Austrocknung des Toten, Sammlung der Knochen und Ausstellung der Schädel auf dem Mauersims.
 
 
 
 
Eine besondere Rolle spielt hier der Schädel mit Ohren, da er die Bitten der Gläubigen besser hören und damit Gnade schneller bringen konnte.
 
 
Wieder am Tageslicht widmeten wir uns den vielen kleinen und sehr dekorativen Geschäften. Egal ob Cremeria (überwiegend Käse) oder Pasteria (Nudeln ohne Ende), dies sind nur zwei Beispiele.
 
 
 
Zwischendrin immer wieder mal kleine Plätze mit Stelen, Denkmälern oder Skulpturen.
 
 
Durch Zufall kamen wir auch bei Pulcinella vorbei, der Symbolfigur des neapolitanischen Volkstheaters.
Er ist ein berühmter Komödiant, der als Stimme der Neapolitaner bezeichnet wird.
Und er soll faul und verfressen sein - symphatisches Kerlchen.
 
   
 
Kurz danach wohnte ich einem Wunder bei., Ich orderte einen Espresso, aber plötzlich verfärbte sich das Getränk und wurde orange.
Komisch komisch, aber da es bezahlt war, habe ich es getrunken.
 
 
Auf dem nun beginnenden Rückweg zum Auto kamen wir auch an vielen typisch Neapolitanischen Gassen worbei. Eng (die Gasse auf dem Foto ist sehr breit), grau und vor vielen Fenstern hängt Wäsche.
 
 
Zurück zum Parkhaus konnten wir feststellen, dass der Müll immer noch in gleicher Position herum liegt. Nur der schick blühende Baum kurz vor der Einfahrt ist uns früh entgangen, der wertet die Gegend deutlich auf.
Nun aber zügig zurück zum Hotel, denn inzwischen war die Hitze unerträglich.
 
 
 
Ramona lümmelte sich ab etwa 15:45 im Pool herum. Na ok, meist lag sie auf der Liege in der Sonne. Ich war auch mal für 30 miin (großzügig gerechnet) am Pool.
 
 
Unser Abendessen nahmen wir in der Pizzeria von gestern ein. Heute aber nix Pizza, sondern Bruscetta, Lasagne und Kotelett.
 
 
Im Hotel haben wir uns noch einen Cocktail gegönnt. Ramona hat einen Limoncello Spritz probiert, ich einen Negroni.
Ramonas Kommentar war, dass ihr Drink ok war, aber nicht jeden Abend sein muss. Ich habe mal gekostet, Zitronenlimo trinke ich gern.
Der Negroni ist da eine andere Hausnummer, besteht nur aus Gin, Wermut und Campari. Ich fand ihn lecker, aber auf einen zweiten habe ich besser verzichtet, muss ja noch schreiben.
 
 
 
Morgen verlassen wir diesen schönen Ort leider schon und fahren weiter gen Süden.
 
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