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Hochalpen 2026; Tag 5 |
zum 6. Tag |
| 5. Tag; Di 11. August | Le Vernet - Nizza |
214 km |
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Den heutigen Tag können wir unter das Motto "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!" stellen. Früh sind wir bei noch wolkenverhangenem Himmel auf zu den richtig hohen Bergen. |
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Immer wieder hatten wir tolle Ausblicke, bei denen wir uns schon zwanghaft auf die Straße konzentrieren mussten. |
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An einer stillgelegten Brücke kamen Erinnerungen an frühere Touren hier in der Gegend hoch, denn genau hier hatten wir damals schon einen Stopp eingelegt. |
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An einem Passschild mussten wir kurz halten, um dieses ungewohnte Rot zu prüfen. Zum Glück war unser Ziel der Bonette, also alles gut. |
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Bald begannen wir mit der Auffahrt zum Bonette, dem immerhin vierthöchsten Alpenpass. Die Anfahrt dort hin war recht langgezogen, dichte Kehren oder enge Passagen nur selten. |
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Trotz der Weitläufigkeit bot die Auffahrt immer wieder tolle Blicke auf die ulmliegenden Berge. Somit war das voran kommen natürlich etwas eingeschränkt. |
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Irgendwann kam dann der Bonette in Sicht, eigentlich viel zu früh. Das hätte hier noch einige Zeit so weiter gehen können. |
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Die Passhöhe mit 2.715 m Höhe erreichten wir hier an dieser Durchfahrt durch den Bergkamm. Damit waren wir am verthöchsten Pass der Alpen angekommen. Von hier konnte man aber rechts nocheine Ringstraße um den Bonette Gipfel fahren, die einen auf die Höhe von 2.802 m bringt und damit auf den höchsten asphaltierten Punkt in den Alpen. Natürlich nahmen wir diese Schleife noch mit. |
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Beweisfoto inklusive, kann ich da nur sagen. |
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Die Abfahrt war ähnlich wie die Auffahrt, meist langgezogen und flüssig zu fahren. |
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Vom Camp des Fourches, einem ehemaligen Militärlager, sind nur noch Ruinen erhalten. Aber zu einem Halt zum Wiese wässern reichte es allemale. |
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Schneller als erwartet waren wir wieder runter vom Berg und näherten uns einer Tanke. Schließlich müssen nicht nur die Reiter, sondern auch die Pferde gefüttert werden. Dort erwartete uns leider eine böse Überraschung, denn Benzin in allen Varianten war ausverkauft. Nur noch Diesel, und das mögen unsere Pferdchen nicht. |
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Bei der nächsten Tanke in Isola das gleiche Bild. Inzwischen schauten wir schon, ob wir über einen anderen Pass mal nach Italien rüber wollen, um dort zu tanken. Im Endeffekt entschieden wir, dass wir den Rest der heutigen Tour streichen und direkt in Richtung Nizza fahren. Da wird es wohl noch Sprit geben, war unsere Hoffnung. |
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Die Fahrt auf der Nationalstrasse war im Endeffekt gar nicht mal so schlecht, denn lange Zeit führte sie geschwungen durch eine breite Schlucht. Nur das vorsorglich dezente Agieren am Gasgriff minderte etwas den Fahrspaß. |
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In La Manda, nur knapp 20 km vor Nizza, bekamenn wir dann das begehrte Nass. Zwar rationiert auf 50 € pro Person, aber bei 3 Personen mussten wir uns nicht einschränken, die Tanks waren randvoll. |
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Da wir nun mal dicht an Nizza waren, sind wir direkt zum Hotel und haben eingecheckt. |
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Das Ritual des Angekommen Biers haben wir an den Strand, der hier leider ziemlich steinig ist, verlegt. |
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Natürlich sind wir auch ins nicht wirklich erfrischende Mittelmeer gehopst. |
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Wieder getrocknet sind wir auf die Suche nach einer kleinen Gaststätte gegangen, un etwas zu essen. Beim Blick auf die Speisekarte des noch geschlossenen La Madrague Restaurans wurden wir von einem Herrn angesprochen, der uns fragte, ob wir etwas essen wollen. Nach unserem Ja klopfte er fleißig an die Tür, bis jemend öffnete. Da der Gastraum noch mit Tischen und Stühlen für den Gehweg vollgestellt war, wurden wir auf den Hinterhof bugsiert und an einem kleinen runden Tisch plaziert. |
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Hier wurden wir zuerst mit Bier versorgt, bevor wir in die Unterhaltung auf englisch einstiegen. Der Herr war Algerier, dessen Familie über Europa verteilt lebt und unter anderem auch hier in Nizza ansässig ist. Nicht wirklich erschlossen hat sich für uns der Grund, warum er uns so in das geschlossene Restaurant eingeladen, lecker Essen servieren lassen hat und uns für den Abend zu einem Barbecue mit netten Mädels einlud. Natürlich dann kostenlos. Da waren wir lieber typisch deutsch und sehr argwöhnisch, haben uns mit der Ausrede der nötigen Dusche verabschiedet und wurden nicht mehr gesehen. |
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Übrigens bin ich später noch mal in Richtung des Restaurants gegangen, es sah wirklich alles normal aus. Also doch übersteigerder Medienschaden bei uns. |
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Mit dem heutigen Ziel haben wir den südlichsten Teil unserer Tour erreicht, morgen geht es wieder nordwärts. Auf Grund der Temperaturen wollen wir schon um 7 Uhr starten, mal schauen ob es klappt. |
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